Nachricht prüfen · nicht unter Druck klicken · selbst nachsehen
Falsche Paketbenachrichtigungen erkennen: SMS, E-Mail und QR-Code prüfen
Eine Nachricht über Zoll, Liefergebühr oder eine fehlende Adresse wirkt oft harmlos. Betrüger nutzen jedoch gern erwartete Pakete, um auf eine gefälschte Seite zu locken.
Das Wichtigste zuerst
- Klicken Sie nicht auf den Link und scannen Sie keinen QR-Code aus einer überraschenden Paketnachricht.
- Prüfen Sie Sendungen nur in der offiziellen App oder auf der selbst eingetippten Website des Paketdienstes.
- Geben Sie niemals Karten-, Bank-, Passwort- oder SMS-Code-Daten über einen Nachrichtenlink ein.
Typische Warnzeichen
Ein Paketdienst kann Sie über eine Lieferung informieren. Eine unerwartete Zahlungsforderung oder ein Link zu einer unbekannten Website verdient aber besondere Vorsicht.
- „Zahlen Sie 1,99 Euro Zoll- oder Zustellgebühr“ steht in der Nachricht.
- Die Sendung sei wegen einer falschen Adresse oder fehlender Hausnummer angehalten.
- Der Link führt zu einer verkürzten Adresse, einer fremden Domain oder einer Seite mit Tippfehlern.
- Die Nachricht macht Druck: „innerhalb von 24 Stunden“, „letzte Erinnerung“ oder „Paket wird zurückgesendet“.
- Sie sollen Kartendaten, Online-Banking-Zugang, Passwort oder einen SMS-Code eingeben.
So prüfen Sie die Lieferung
Öffnen Sie die Nachricht nicht über den enthaltenen Link. Öffnen Sie stattdessen die offizielle App des Paketdienstes oder tippen Sie dessen bekannte Internetadresse selbst in den Browser ein.
- Überlegen Sie: Erwarten Sie überhaupt ein Paket? Fragen Sie bei Familie oder dem Shop nach, wenn Sie unsicher sind.
- Vergleichen Sie die Sendungsnummer nur in der offiziellen App oder auf der selbst aufgerufenen Website.
- Prüfen Sie den Shop oder Händler über Ihre Bestellbestätigung, nicht über die Paketnachricht.
- Bei einer Zahlungsforderung: suchen Sie die offizielle Hilfe des Paketdienstes selbst heraus. Zahlen Sie nicht über den Nachrichtenlink.
Eine echte Sendungsverfolgung kann normalerweise auch ohne QR-Code und ohne Eingabe von Bankdaten aufgerufen werden.
Warum QR-Codes besonders tückisch sind
Ein QR-Code ist nur ein anderer Weg zu einer Internetadresse. Die Kamera zeigt oft nicht deutlich, wohin der Code führt. Prüfen Sie die angezeigte Adresse, bevor Sie sie öffnen. Wenn Sie die Herkunft nicht sicher kennen, schließen Sie die Anzeige.
Scannen Sie keine Codes von Aufklebern an Briefkasten, Tür oder Paket, wenn sie zu einer angeblichen Zahlung oder Anmeldung auffordern. Öffnen Sie die App des Dienstes selbst.
Drei häufige Nachrichten
„Ihr Paket wartet auf eine kleine Zahlung“
Reaktion: nicht auf den Link tippen. Bestellung und Sendung in der offiziellen App prüfen.
„Adresse unvollständig – jetzt bestätigen“
Reaktion: keine Adresse oder Kartendaten auf der Nachrichtenseite eingeben. Beim Händler selbst nachsehen.
„Letzte Zustellung über QR-Code“
Reaktion: Code nicht scannen. Eine echte Lieferung wird nicht dadurch sicherer, dass Sie unter Zeitdruck handeln.
Checkliste vor jedem Klick
- Erwarte ich gerade ein Paket?
- Ist der Absender wirklich der erwartete Dienst und passt die Adresse?
- Kann ich die Sendung in der offiziellen App selbst finden?
- Verlangt die Nachricht Geld, Kartendaten, Passwort oder SMS-Code?
- Erzeugt sie Zeitdruck oder droht sie mit Rücksendung?
- Unsicher? Nachricht löschen oder bei einer vertrauten Person nachfragen.
Wenn Sie schon geklickt haben
Schließen Sie die Seite. Wenn Sie keine Daten eingegeben und nichts installiert haben, besteht meist kein Grund zur Panik. Löschen Sie die Nachricht und prüfen Sie, ob eine Datei heruntergeladen wurde.
Haben Sie Kartendaten, Zugangsdaten oder einen Bestätigungscode eingegeben, rufen Sie sofort Ihre Bank über eine selbst herausgesuchte offizielle Nummer an. Ändern Sie betroffene Passwörter über die echte Website, lassen Sie die Karte bei Bedarf sperren und sichern Sie die Nachricht als Beleg.
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